Furcifer belalandaensis (vom Aussterben bedroht) und F. tuzetae (unzureichende Datengrundlage) sind zwei Chamäleonarten, die auf den Südwesten Madagaskars beschränkt sind. Sie gehören zu den terrestrischen Wirbeltieren mit der weltweit kleinsten Verbreitung. Beide Arten sind in den geschützten Gebieten Ranobe und Mangoky Ihotry heimisch und sehen sich einer Vielzahl menschlicher Bedrohungen ausgesetzt, darunter Abholzung, Brandrodungswirtschaft, Bergbau und Veränderungen durch den Klimawandel. Trotz dieser Bedrohungen wurde bisher nur wenig Forschung betrieben, um geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Mit einem integrativen Ansatz zielt dieses Projekt darauf ab, den aktuellen Populationsstatus der beiden Arten zu bewerten, ihre Verbreitungsmuster zu bestimmen und geeignete Lebensräume zu identifizieren. Zudem sollen passende Schutzstrategien in Zusammenarbeit mit den lokalen Interessengruppen entwickelt und umgesetzt werden. Dabei wird die Methode des „Distance Sampling“ verwendet, um die Anwesenheit und Verbreitung der Arten in ihren jeweiligen Lebensräumen zu untersuchen. Die Überwachung erfolgt in zwei Saisonperioden: der warmen Regenzeit von Januar bis März und der kühlen Trockenzeit von Juni bis August.
Ein wichtiger Aspekt dieses Projekts ist die aktive Beteiligung der lokalen Gemeinschaft. Diese stärkt das Verantwortungsbewusstsein und motiviert die Menschen, sich aktiv am Schutz ihrer Umwelt zu beteiligen. Durch ihre Einbeziehung in Entscheidungsprozesse werden Naturschutzmaßnahmen effektiver und nachhaltiger.
Die Ergebnisse dieses Projekts werden eine fundierte Entscheidungsfindung zur Verbesserung des Managementrahmens der geschützten Gebiete ermöglichen. Sie bieten eine Grundlage, um gezielte Schutzmaßnahmen gegen anthropogene Bedrohungen zu ergreifen und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft in den Schutzprozess einzubinden.
|
Art |
Trivialname |
|
|
|
Bedrohungen |
|
|
|
|
Maßnahmen |
|
|
|
|
Partner (implementierend/kollaborierend) |
|
|
|

