P8090690

Atyden-Garnellen

Schutz der vom Aussterben bedrohten Atyden-Garnelen im Matanosee

Das Malili-See-System auf Sulawesi, Indonesien, ist eine zusammenhängende Kette uralter Seen und zählt zu den weltweit bedeutendsten Hotspots für endemische Süßwasserbiodiversität. Als einer der tiefsten Seen dieses Systems beherbergt der Matano-See zahlreiche endemische hochspezialisierte Tierarten.

Das Projekt zum Schutz endemischer Atyiden-Garnelen im Matano-See zielt darauf ab, den dramatischen Rückgang mehrerer Caridina-Arten wissenschaftlich zu erfassen und wirksame Grundlagen für langfristige Erhaltungsmaßnahmen zu schaffen. Die Projektleitung liegt bei Muhammad Iqram, der mit dem TARSIUS-Team ökologische Forschung mit Bildungs- und Beteiligungsarbeit verbindet. Die hohe Relevanz und Kontinuität des Vorhabens zeigt sich in der dritten aufeinanderfolgenden Förderung durch die Stiftung Artenschutz.

Zu den bisherigen Erfolgen zählt eine umfassende Erfassung der Flachwasserzonen des Matano-Sees mit der Einrichtung von 24 Monitoringstationen, darunter zehn permanente Standorte für Langzeitbeobachtungen. In mehreren Erhebungskampagnen konnten alle sechs bekannten Caridina-Arten nachgewiesen und ihre Verbreitung sowie Habitatbedingungen detailliert dokumentiert werden.

Die Ergebnisse belegen die starken Auswirkungen von Algenblüten, Sedimentation, invasiven Fischarten und Wasserstandsschwankungen, liefern zugleich jedoch eine belastbare Datengrundlage für zukünftige Schutzmaßnahmen. Ergänzend wurden Studierende in die Feldarbeit eingebunden und Umweltbildungsangebote für Kinder in angrenzenden Dörfern umgesetzt.

 

 

Wissen verbinden.

Projektsteckbrief

 

Art

Trivialname

  • Leopardus pardinoides (DD)
  • Leopardus viedii (NT)
  • Anden-Ozelotkatze
  • Margay, Tigrillo

 

Bedrohungen

  • Habitatverlust durch Abholzung, Jagd, Straßenverkehr, Konkurrenz mit Ozelots (Leopardus pardalis)

 

Maßnahmen

  • Einrichtung eines Kamerafallen-Transektes zur Populationsanalyse, Erhebung von Daten zu Verbreitung, Aktivitätsmustern und Lebensraumnutzung, Zusammenarbeit mit der lokalen indigenen Organisation ODESEN, Schulung von lokalen Feldassistenten in Monitoring-Methoden, Bereitstellung von wissenschaftlichen Daten für die IUCN Rote Liste

 

Partner (implementierend)

  • ODESEN (Organizacion De Desarollo Sostenible Ecoturistico Naso)