Long toed Tree Frog Underberg Keir Lynch November 2025

Langzehen-Baumfrosch

Zuhören lernen: Die Stimme eines Frosches als Indikator für Gesundheit montaner Feuchtgebiete, Südafrika

Das Projekt „Learning to Listen: Amplifying the voice of an Endangered frog as an indicator of montane wetland health in South Africa" verbindet den Schutz der gefährdeten Langzehen-Laubfrosch (Leptopelis xenodactylus) mit der Erhaltung montaner Feuchtwälder im Giants Cup Wilderness Nature Reserve, südliche Drakensberge, KwaZulu-Natal. Trotz seines Namens ist diese Art strikt an Grasland-Feuchtwald-Mosaike gebunden und benötigt grasbewachsene Hummocks in saisonalen Feuchtwälder für Laichplätze, die durch invasive Neophyten, Verbuschung und ungeeignete Feuerregimes bedroht sind.

Unter der Leitung von Jeanne Tarrant (Anura Africa NPC) adressiert das Projekt drei konkrete Bedrohungen, identifiziert durch Feuchtwald-Gesundheitsbewertungen 2025: (1) gezielte Entfernung invasiver Neophyten (Brombeere, Akazien) auf 2 ha Feuchtwaldrand- und Einzugsgebieten, (2) Bekämpfung von Verbuschung zur Sicherung >70% Graminoidendeckung in Prioritätszonen, und (3) Verlagerung jährlicher Feuerlinien weg von Kernlaichgewässern in Kooperation mit Ezemvelo KZN Wildlife.

Die Wirksamkeit wird durch ein robustes Monitoring-Framework überprüft: akustische spatial capture-recapture (aSCR)-Aufnahmen in Oktober/November 2026 quantifizieren Männchen-Dichten mit hoher räumlicher Präzision; Drohnen-basierte Orthomosaik-Karten (4 Zeitpunkte) erfassen Vegetations- und Hydrologiedynamik; eine abschließende WET-Health Level 2 Bewertung durch Verdant Environmental liefert standardisierte Feuchtwaldkonditionsdaten.

Lokale Auftragnehmer erhalten Schulungen in umweltschonender Neophytenbeseitigung. Ein gemeinsamer Workshop mit Reservatsverwaltung, Ezemvelo Wildlife und Southern Drakensberg Conservation Forum sichert die Integration der Ergebnisse in Managementpläne.

Die Ergebnisse – aSCR-Dichteschätzungen, Drohnen-Habitatkarten, WET-Health Berichte – fließen in adaptive Managementpläne und dienen als Vorlage für den Schutz weiterer L. xenodactylus-Feuchtwälder. Langfristig etabliert das Projekt den Langzehen-Laubfrosch als Indikatorart für montane Feuchtwaldgesundheit.