Illegaler Wildtierhandel

Titelfoto: © Dan Benett

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Auf Augenhöhe mit Drogen und Waffen

Mehrere Zehntausend Euro für einen seltenen Vogel, ein Tierfell oder ein Kilogramm Nashorn-Horn: Mit einem geschätzten jährlichen Umsatz von 18 bis 26 Milliarden Euro ist der illegale Wildtierhandel neben dem Drogen- und Waffenhandel sowie dem Handel mit gefälschten Waren (Plagiaten) eine der vier größten kriminellen Aktivitäten weltweit. Dabei  sind oft organisierte Verbrechergruppen mit komplexen Netzwerkstrukturen darin verwickelt. Für den Schmuggel werden oft dieselben Handelswege benutzt wie für den Drogen- oder Menschenhandel.


Über 120 Millionen Tiere werden jährlich gehandelt: als Haustiere, Wildfleisch, Trophäen sowie für medizinische Wirkstoffe, Modeartikel oder exotische Souvenirs. Europäer spielen eine erhebliche Rolle dabei. Zusammen mit Japan ist die EU einer der großen Importeure von wild gefangenen Tieren aus Südostasien.

Der illegale Wildtierhandel hat verheerende Folgen für Tiere und Umwelt. Ein großer Teil der Tiere, die auf dem Markt landen, sind Wildfänge. Sie werden in enormer Anzahl aus der Natur entnommen. Die Lebensräume werden zerstört, viele Tierarten sind am Rande der Ausrottung.

Der Wildtierhandel nimmt auch unheimliche Qualen der Tiere in Kauf. Sie werden oft mit brutalen Fangmethoden gefangen und auf grausame Weise transportiert, was zu schwersten Verletzungen oder gar zu einem qualvollen Tod führen kann.

 

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