Illegaler Wildtierhandel: geliebtes Haustier

Titelfoto: ©Silvan de Munck

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Geliebtes Haustier

Besonders die Nachfrage nach exotischen Reptilien und Vögeln lässt den illegalen Handel in der EU aufblühen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die EU einer der weltweit größten Importeure von lebenden Vögeln. Geschätzte 35 Millionen Haushalte halten Vögel als Haustiere.
Viele Tiere überleben nicht mal den brutalen Fang: Leimruten, mit Klebstoff bestrichene Äste, Schlingen oder Netze haben oft schwere Verletzungen zur Folge.

20 bis 24 Millionen marine Fische, etwa 1.500 Arten, werden jährlich weltweit gehandelt. Die Tiere werden hauptsächlich nach Europa, Japan und in die USA transportiert.
Maximal 10 % der marinen Fische können in Gefangenschaft gezüchtet werden, doch wegen der riesigen Nachfrage reichen auch hier die Nachzuchten nicht aus. Demzufolge sind die meisten marinen Fische Wildfänge.
Trotz Verboten wird immer wieder extrem giftiges Cyanid bei dem Fang eingesetzt, um die Fische zu betäuben. Einmal in der Natur, zerstört es ganze Lebensräume, tötet viele andere Tiere und verursacht Gesundheitsprobleme bei den Fischern.

Bis zu 50 % der für den Haustierhandel bestimmten Tiere überleben den Fang nicht.  Von diesen sterben nochmals 40-60 %, bevor sie ihr Ursprungsland verlassen. Jungtiere sind besonders gefragt. Um an sie zu gelangen, werden häufig die Elterntiere getötet.
Es gilt die Faustregel: Für jedes Tier, das in den Handel kommt, sterben bis zu acht andere Tiere während des Fangs oder beim Transport.
Einmal in Gefangenschaft, überleben viele Tiere nicht einmal das erste Jahr.

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